Zet - das ANDERE Magazin  <> Bericht

Mein Leben
und wie es dazu kam,
in Hardcore-Filmen
mitzumachen...


Er ist ein Junge vom Land und gilt als neuer Star in der Erotik-Branche. In seinem ersten Hardcore-Film war er gleich auf dem Cover zu sehen. Weniger Wochen später, begeisterte er mit seinem Lächeln auf der Titelseite bei ADAM, eines bekannten freikäuflichen Gay-Magazins, die Leser.

Exklusiv bei Zet - das ANDERE Magazin, erzählt der Shootingstar über sein bewegtes (Sex-) Leben und sein Weg zum Ruhm!

Mein Name ist Björn und bin 21 Jahre alt. Geboren wurde ich in Gelnhausen, einer Kleinstadt in Hessen. Dort bin ich auch zum Teil groß geworden. Mit 10 Jahren trennten sich meine Eltern und seitdem habe ich oft die Schule gewechselt und bin oft umgezogen. 

Aber ich lebte immer in der Nähe vom Land. Deshalb bin ich nie mit Gays in Kontakt getreten und konnte mit dem Wort auch nichts anfangen.
Mit 14 hatte ich meine erste feste Freundin, mit der ich auch zum ersten Mal Sex hatte. Da war eigentlich noch alles "normal". Sie hatte einen Freund der gay war, aber von dem es keiner wusste. 

Ich hatte mich mit ihm angefreundet und war oft bei ihm zu Besuch. Einmal, als ich ihn besuchte, waren wir allein bei ihm und er fing an mich auszukitzeln und zog mich dabei aus. Ich war so perplex und wusste nicht wie mir geschah. Aber es gefiel mir. Hinterher wusste ich nicht mehr ob ich Männlein oder Weiblein bin und war ziemlich durch den Wind.

Ich konnte mit niemanden darüber reden, denn ich wusste auch nicht, ob es was schlechtes war. Als ich dann mit 16 Jahren zu meiner Mutter zog, hatte ich in der Schule so gut wie keine Freunde und wurde oft als gay bezeichnet.

Das fand ich ziemlich scheiße, weil ich es selbst nicht genau wusste. Zu der Zeit war ich sehr schüchtern und habe mich nicht gewehrt. Es gab einen Jungen in der Parallel-Klasse, der mein bester Freund wurde. Wir waren wie Brüder. 

Wir trafen uns fast jeden Tag und ich übernachtete auch oft bei ihm. Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass ich für ihn mehr empfand als nur Freundschaft. 

Ich hatte mir dann immer vorgestellt, wie wohl der Sex mit ihm sein würde. Eines Abends hatten wir uns mal wieder sinnlos betrunken und ich schlief bei ihm. Als wir so nebeneinander lagen, kamen wir auf das Thema Sex. Ich fragte ihn, ob er nicht Lust hätte jetzt mit mir zu schlafen und er sagte ja. Es war wie in meinen Träumen, einfach unbeschreiblich.

Ihm schien es wohl auch zu gefallen, denn am nächsten Tag ging es weiter. Doch plötzlich fing er an Abstand von mir zu nehmen und das tat mir weh. Ich konnte ihn verstehen, aber nach einiger Zeit brach er den Kontakt ganz ab. 

Meine Mutter bemerkte das etwas nicht stimmte, also erklärte ich es ihr. Sie war anfangs ziemlich geschockt und meinte, dass mein Vater etwas damit zu tun hätte. Dabei hatte sie nicht ganz unrecht, aber ich verneinte es.

Ich fing dann in Frankfurt eine Ausbildung als Florist an und zog mit 18 nach Offenbach. Ich schlug mich so durch und war mir sicher gay zu sein. Ich arbeitete nebenher als "Tablett-Schleuder" und lernte so die Szene kennen und natürlich auch die Frankfurter. 

Ich hatte eine beste Freundin mit der ich mich 2 Jahre lang austauschen konnte. Doch auf einmal funkte es und wir waren ca. 1 Jahr ein Paar. Weil mich meine Vergangenheit einholte, vertraute sie mir nicht mehr und ging fremd. Wir hatten es später noch einmal probiert, aber es ging einfach nicht mehr. Seit dem bin ich mir 1000% sicher nichts mehr mit einer Frau anzufangen. Da kann sie noch so interessant und gutaussehend sein.

Ich hatte auch schon Beziehungen mit Männern, die aber meist nach 3 Monaten aus waren. Entweder war ich zu jung oder sie waren zu weit weg. Dabei erwarte ich von einem Mann nicht viel. 

Vom Aussehen muss es eben zusammen passen und er sollte ehrlich, spontan und viel Zeit für mich haben. Auf One Night Stands stehe ich eher nicht so.

Im Mai diesen Jahres hatte ich mir aus Interesse die Zeitschrift ADAM gekauft. Dort las ich eine Anzeige von FoersterMedia, in der für eine Porno Produktion in Italien noch junge, unverbrauchte Jungs gesucht wurden. 

Ich rief dort an und machte mit Ingo Habicht einen Termin für Fotos und ein Vorstellungsgespräch aus. Ich bekam einen Fragebogen auf dem ich u.a. ankreuzen sollte auf was ich stehe. 

 

Anschließend schoss er ein paar Fotos von mir. Trotz der Aufregung hat es mir Spaß gemacht. Dann machten wir einen Termin für das Pfingst-Wochenende aus. Der dort entstandene Film (>> Boy Sex im Hodenwald) war eine Art Vorentscheidung, da alle Darsteller noch neu und unerfahren waren, genau wie ich. Ich war sehr aufgeregt und fand es auch sehr interessant.

Die anderen "Kollegen" lernte ich dann vor Ort kennen. Mit ihnen hatte ich soweit keine Probleme. In der ersten Szene waren wir an einem abgelegenen Kloster. 

Es war schon nachmittags und auch dementsprechend kalt geworden, als wir uns nackt auf den Steinmauern rekelten. Bei der anderen Szene wo es dann so richtig zur Sache ging, waren wir im Hexenhäuschen. Dort heizten uns die Scheinwerfer, Viagra und die Aufregung ein. Da ich am liebsten die passive Rolle spiele, war mein Standvermögen nicht ganz so wichtig, aber es klappte doch.

Im Großen und Ganzen fand ich es ganz lustig. Schließlich habe ich es ja nicht nur wegen dem Geld gemacht, sondern auch um mal was Neues zu erleben. 

Als wir dann auch noch sehr gut von Herrn Foerster verköstigt wurden, war alles perfekt und wir hatten viel Spaß.

Mit einigen "Kollegen" treffe ich mich auch heute ab und zu noch. Viele vergleichen einen Porno mit Prostitution, aber ich denke nicht, dass es dasselbe ist. Denn bei einem Porno geht es viel lockerer zu und man kann auch nein sagen. Ich denke die meisten Prostituierten müssen nehmen was sie kriegen und müssen auch so ziemlich alles mitmachen. Das wäre nichts für mich, auch wenn ich offen für viele verrückte Sachen bin. 

Wenn ich mir heute einen Porno ansehe, sehe ich ihn mit anderen Augen. Nicht nur zum aufgeilen. Heute weiß ich, dass in dieser Kunst sehr viel Arbeit steckt. 

Viele sagen ja, dass es ihnen bei so einem Film nicht schwer fallen würde ein Brett zu bekommen, aber da denke ich mir nur, wenn du nur wüsstest...

Wenn ich jetzt ein Angebot einer anderen Agentur bekommen würde, würde ich es erst mit meiner jetzigen absprechen, denn ich möchte schließlich aufsteigen. Ich denke ihr werdet noch viel von mir hören. Also nicht schüchtern sein und einfach mal in den Film (>> Boy Sex im Hodenwald) rein schauen.

Bericht: Björn Loos
Fotos: Bill