|
Siehe auch: >> PinkBOX - Boracay
| Boracay Boracay – mit dem Boot ins Paradies |
|
Schneeweißer Sandstrand, Palmen und Erholung pur.
Leise knirscht der Sand unterm Kiel des Bootes, als wir am Strand von Boracay landen. Ein Steg um an Land zu kommen? Weit und breit ist keiner in Sicht. „Du musst dir schon die Hose hochkrempeln“, lacht der Bootsführer, als er eine Art Hühnerleiter ins Wasser lässt. Wer möchte, kann auch bereits jetzt den ersten innigen Kontakt zu den Einheimischen herstellen und sich an Land tragen lassen.
Unter Palmen
Vom Wasser aus ist von den Hotels nicht viel zu sehen. Die Häuser ducken sich unter die Palmen, als suchten sie den Schatten. Ein Bungalow im La Reserve wird zum Stützpunkt im Paradies. Nach dem langen Flug reicht die Energie gerade noch zu einem Abendessen unter Tropenpflanzen. Dazu inszeniert die Natur einen pompösen Sonnenuntergang.
Beim ersten Hahnenschrei...
fallen wir aus dem Bett. Ganz in der Nähe werden Kampfhähne gezüchtet.
| Besser als jeder Wecker holen sie uns im Morgengrauen aus dem Bett. Erst später kommt Vogelgezwitscher dazu und Eidechsen rascheln im trockenen Laub. | ![]() |
Die Luft ist voller fremder Gerüche, eine Mischung aus Blüten, Früchten, offenem Feuer und Meer. Fast schon zum Anfassen.
Nur ein schmaler Sandweg trennt uns vom White Beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Blendendweiß liegt er kilometerlang zwischen Palmen und Meer. Die bunten Segel der Katamarane sorgen für Farbe. In der Morgenbrise flitzen sie über´s Wasser, das in allen Schattierungen von Blau, grün und Türkis schillert. Wie ein Scherenschnitt schieben sich die Berge der Nachbarinsel aus dem Morgendunst vor den Horizont.
Ein Schlaraffenland
„Ananas!“ „Mangos!“, rufen Händler, die Körbe gefüllt mit frischem Obst auf dem Kopf balancierend. An Ort und Stelle wird alles in appetitliche Happen zerteilt, ideal gegen den kleinen Hunger. Wellness pur bietet der Trupp der Massagefrauen. Ausgestreckt im warmen Sand, wird Muskel für Muskel eine Stunde lang bearbeitet. Was will man mehr? Lesen und dösen - ein Leben wie im Schlaraffenland. Vor den „Rolex-Verkäufern“ hilft ein Sprung ins lauwarme Wasser. Aber keine Angst! Die hübschen Jungs kommen zwar häufiger vorbei, aber ohne lästig zu werden.
![]() |
Oder man unternimmt eine Fahrt mit dem Glasbodenboot zum nahen Riff. Bizarre Korallen und eine Unmenge bunter Fische lassen sich bequem beobachten. |
Wer es authentischer mag, bucht einen Tauchgang bei einer der vielen Tauchschulen. Abkühlung bringt auch ein Ritt auf der Gummibanane. Der endet mit einer scharfen Kurve, die alle ins Meer befördert.
Warte bis es dunkel ist
Schlagartig beginnt die Tropennacht und überall gehen die Lichter an. Wir reihen uns ein in die Parade der Müßiggänger. In den Geschäften stapeln sich Badelatschen in allen Farben des Regenbogens, „exklusive“ Strandmode flattert im Wind und Souvenirs – von nett bis kitschig – werden überall angeboten. Verkaufsstände wechseln ab mit Cafés, Discos und Restaurants. Es ist wie ein Bummel durch die Küchen der Welt. Egal ob japanisch, indisch, Thai oder gar ein deutsches Rahmschnitzel, wer hier nichts Passendes findet, ist selbst schuld. Besonders appetitlich sind die Auslagen vor den Restaurants. Frischer Fisch und Langusten stapeln sich auf Eis. Man wählt zwischen Thun- und Schwertfisch, Lapu-Lapu, der einheimischen Spezialität, und den verschiedenen Beilagen. Schon nach kurzer Zeit stehen die Gerichte auf dem Tisch. Nach dem Essen schlendert man in der warmen Abendluft, sehen und gesehen werden, heißt jetzt das Motto!
| Auch die einheimischen Schwestern warten auf ein Abenteuer. Man trifft sie weniger in den als schwul beschriebenen Kneipen, als vielmehr auf der „Hotelmeile“. | ![]() |
Blickkontakt zaubert ein Lächeln in die Gesichter. Ein kurzes Stehenbleiben, ein Abbiegen zum Strand, es dauert nicht lange, bis man zu zweit unter einer Palme sitzt und nicht nur das silbrige Mondlicht und die Abendbrise genießt.
Die Schattenseite
Laut trommelt der Regen auf das Vordach des Bungalows. Wo sonst die Sonne steht, ziehen jetzt graue Wolken. Es tropft von den Blüten und die Blätter sehen aus wie frisch lackiert. Der heftige Tropenguss dauert aber nicht lange, und wir überreden uns, auf den Aussichtspunkt auf dem Luho zu klettern. Schnell ist die Insel überquert, und wir sind mitten im Kontrastprogramm. Statt weißen Sand, stolpern wir über aufgeplatzte Kokosnüsse und Plastikmüll. Wir quälen uns eine vom Tropenregen ausgewaschene Straße bergauf. Mitten in der wuchernden Vegetation stehen einige armselige Hütten. Hühner scharren im Sand, Wäsche flattert auf der Leine, weit und breit ist aber niemand zu sehen. An der Straße dann ein Hinweisschild zum Aussichtspunkt. Steile Stufen aus Korallenstein führen nach oben. Ein wackeliges Geländer soll für Halt sorgen, aber die überhängenden Äste wirken irgendwie vertrauenswürdiger. Oben angekommen, darf man erst einmal für den Rundblick bezahlen. Der Blick geht über ein Meer von Palmen, eine unruhige See und einen Golfplatz nebst Luxusherberge. Nichts wie weg! Unterwegs treffen wir auf die Bewohner der Hütten. Männer haben Bambusstangen geschultert, an deren Enden Kanister mit Wasser hängen. Von einer Kinderschar begleitet, tragen ihre Frauen die frischgewaschene Wäsche auf dem Kopf. Weiter unten im Dorf hat sich an einer Wasserpumpe eine lange Warteschlange gebildet. Die Zeit vertreibt man sich vor dem Dorffernseher. In den Fischteichen quaken die Frösche und Mücken tanzen über dem Wasser. Hier sieht man den Inselalltag fernab vom Tourismus.
Bericht: Mike
Dojel
Weitere Infos mit Daten und Kontakten gibt's
unter:
>> PinkBOX
- Boracay
Noch mehr Reiseberichte?
>> Mexiko
>> Osterinsel
>> Tahiti