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Siehe auch: >> PinkBOX - Puerto Vallarta
| Die Nacht des Leguan Puerto Vallarta im Rampenlicht |
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Puerto Vallarta
im Rampenlicht
Als John Huston den Film „Die Nacht des Leguan“ drehte, und Liz Taylor ihrem
Richard Burton hier zum ersten Mal das Ja-Wort gab, geriet Puerto Vallarta in
die Schlagzeilen und wurde weltbekannt.
Toleranz, schwulen-freundliche Bars, Restaurants und Hotels sowie spezielle Ausflugsarrangements
katapultierten das Badeparadies nach ganz oben auf der Beliebtheitsskala und
machten es zu dem schwulen Ferienort in Mexiko. Aber trotz aller
Geschäftigkeit hat sich Puerto Vallarta einen gewissen Zauber erhalten.
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Bei einem Spaziergang kann man den Ort am besten kennenlernen. In der Altstadt fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Zwischen den weißgetünchten Häusern mit ihren roten Ziegeldächern, hört man auf den gepflasterten Gassen das Getrappel von Eselshufen. Die schmiedeeisernen Balkone quellen über mit Blüten und Pflanzen, die man sonst nur aus dem botanischen Garten kennt. |
Die ersten Kutschen werden
für die Ausfahrten vorbereitet. Zur Stärkung wird
dem Muli ein Sack mit Hafer umgebunden. Gegen die Sonne bekommt er einen
Strohhut verpasst, aus dem die Ohren rausschauen. Aufgeregt gackert ein
verirrtes Huhn, auf den Hauswänden tanken Eidechsen die nötige Wärme für die
Jagd. In einer Bäckerei wird Maisteig geknetet und verschwindet in einer
altertümlichen, laut ratternden Maschine. Am Ende gibt es frische Tortillas im
Fließbandverfahren. Schwarz gekleidete Frauen machen sich auf den Weg zur
Kirche. Sie ist noch immer Mittelpunkt im Leben der Mexikaner.
Jetzt, früh am Morgen, ist auch die richtige Zeit um die steile Gasse hinter
der Kirche zum „El Cerro“ hinaufzugehen.
Noch ist es ganz still. Einige Vögel zwitschern und man genießt den Blick
über die Stadt auf die Bucht. Hufeisenförmig erstreckt sie sich vor der Stadt
und den Bergen der Sierra Madre. Für Frühaufsteher lohnt sich auch ein Besuch
des Fischmarktes. Hier, am nördlichen Ende des Malecon, wird der
angelandete Fang der Nacht an den Mann gebracht.
Es wird Zeit für ein Frühstück. Überall haben die Cafés geöffnet. Es richt
nach frischem Kaffee und Croissants, es gibt frischgepresste Säfte und
Obstsalat mit Melonen und Ananas. Man wird einfach hungrig.
Der Malecon ist die Lebensader von Puerto Vallarta. Man trifft sich um zu sehen
und gesehen zu werde. Es ist die Rennstrecke für Einheimische, Touristen und
Lover. Geschäfte, Souvenirläden, Galerien und Restaurants sorgen für
Abwechslung.
| Auf der kleinen Mauer sitzend, zieht das Leben vorbei. An der Promenade steht auch die Skulptur „a boy on a seahorse“. Das nackige Kerlchen auf seinem Seepferd ist häufiges Motiv für Erinnerungsfotos. | ![]() |
Ein
paar Schritte weiter Richtung Süden, kommt dann der Strand „Playa los Muertos“.
Der schwule Teil ist leicht zu finden – man erkennt ihn an den blauen und
grünen Stühlen. Im blauen Teil ist man in letzter Zeit dabei, die Mädels zu
vergraulen. Die „Grünen“ machen es aber mit gutem Service und
Freundlichkeit wett.
In der Saison findet man hier Hunderte von schwulen Wasserratten und
Sonnenanbeter. Am Wochenende wird das Angebot noch von einheimischen
Latin-Lovers ergänzt. Unter den schattenspendenden Palapas (strohgedeckte
Sonnenschirme) kreisen die Margaritas, man lacht, macht sich an. Popmusik sorgt
für eine lockere Atmosphäre, es ist leicht neue Leute oder einen Lover
kennenzulernen. Durch all den Trubel laufen Strandverkäufer, die Schmuck,
Decken und Körbe an den Mann bringen möchten. Vielleicht kauft man auch nur
ein Stückchen Kuchen für seinen Süßen.
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Wer es ruhiger liebt geht ein paar Schritte weiter zum Conchas China Beach. Über einen Pfad gelangt man zu den kleinen Buchten. Dort lädt glasklares Wasser zum Schnorcheln ein. Auch ist der Strand ideal für ein Picknick geeignet.
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Gegen Mittag fährt ein
Ausflugsdampfer an der Pier ab. Vollgepackt mit gutgelaunten „Mädels“
sticht es in See. An Bord herrscht bald eine ausgelassene Stimmung. An der Bar
löscht man den Durst, für den Hunger gibt es ein Barbecue. Das Ziel der
Kreuzfahrt ist ein privater Strand. Im Nu verwandelt er sich in ein schwules
Nudistenlager. Es kann sowohl zwischen Männern, als auch zwischen tropischen
Fischen geschorchelt werden. Ein Veranstalter, Amadeus, lädt die Teilnehmer der
Kreuzfahrt noch zu einer Pool-Party ein. Von der Sonne und den Hormonen
aufgeheizt, geht dann die Post ab. Wer lieber den Tag am Strand verbringt, kann
auch eine schwule Dinner-Cruise buchen. Langweilig wird es nicht. Nach dem Essen
bringen knackige Stripper das Blut in Wallung.
Nachmittags, wenn die Hitze am größten ist, empfiehlt sich ein Bummel auf der
Insel im Cuale-River. In den Galerien hängen Bilder zeitgenössischer
Künstler. In Gärten stehen Skulpturen, die von der meso-amerikanischen Kultur
inspiriert sind. In manchen Ateliers kann man den Künstlern bei der Arbeit
zusehen, oder auch selbst einen Töpfer- oder Keramikkurs belegen. Wer den
Umgang mit Pinsel und Farbe üben möchte, hat in den Galerien Gelegenheit
verschiedene Maltechniken auszuprobieren. In Puerto Vallarta hat sich, dank des
Klimas und der natürlichen Farben, eine lebendige Künstlerkolonie gebildet,
die jedem Interessierten offen steht.
Vor dem Abendessen noch einen Bummel über den Malecon wäre nicht schlecht. Das
Nachtleben beginnt nämlich erst sehr spät. Besonders am Wochenende verwandelt
sich die Promenade am Los Arcos in ein Freilicht-Theater. Es treten
Tanzgruppen auf, Mariachis spielen Lieder von Glück und Leid. Auch wer kein
Spanisch versteht, wird an den Figuren der Puppenspieler Gefallen finden.
Ab ca. 21 Uhr kann man sich dann um ein Restaurant kümmern. Das Angebot ist
riesig, denn, wer die Wahl hat, hat die Qual. Ob mexikanisch, italienisch oder
Thai, es ist alles zu finden. Dazu dann die Auswahl, ob mit romantischer
Gitarrenmusik oder leisem Pianogeklimper. Heimweh nach deutscher Küche? Im
Café Frankfurt gibt´s eine ordentliche „Worscht“! Schnell noch eine e-mail
an die Lieben daheim. Im „The Net House Cyber Café” gibt es neben Infos,
netten Gesprächen auch leckeren Kuchen und Gebäck.
In Puerto Vallarta beginnt das Nachtleben erst sehr spät. Die Szene ist
quicklebendig, die Bars liegen dicht beieinander. „Bar Hopping“ ist sehr
beliebt. Manche Lokale sind auch im ersten Stock. Wenn die Musik gefällt, dann
sollte man einfach hochgehen. Natürlich gibt es neben gemütlichen Bars auch
Discos und die Strip-Shows. Gegen ein zusätzliches Trinkgeld dürfen die Finger
schon mal am Tanga ziehen. Die Nacht ist lang, aber gegen 6 Uhr früh ist
entgültig Schluss.
Die Sonne scheint viel zu grell – Gute Nacht!
Bericht: Mike Dojel
Weitere Infos mit Daten und Kontakten gibt's
unter:
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