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Der autobiographische Fortsetzungsroman "Coming Out" von Mathias Plös. Jeden Monat erfahrt ihr hier, wie es weiter geht.
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"Coming Out"
- Teil 3 -
Duisburg hatte mich jetzt also wieder. Lassen wir uns also mal überraschen, was noch auf mich zukommt.
Ich war erstaunt, dass das Schuljahr nach Italien so ruhig weiterging. Kein hänseln meiner Mitschüler mehr. Waren die alle krank geworden? Oder sehe ich nicht mehr schwul aus? Doch wie sieht man aus, wenn man schwul ist?
Auf jeden Fall begann sich meine schulische Leistung wieder zu verbessern. Ich hatte gute Chancen, ein besseres Abschlußzeugniss hinzulegen als meine Schwester ein paar Jahre vorher. Doch so richtig ereignisreich sollte die Zeit ab dem Frühjahr des nächsten Jahres erst noch werden.
Im Frühjahr des darauffolgenden Jahres hatte ich einen schulfreien Tag, an dem ich mir vornahm, nach Düsseldorf zu fahren. Irgendwie lockte mich die Weltstadt - die Kölner mögen mir verzeihen - und vielleicht war ja auch wieder meine innere Stimme da, die mir sagte, dass der Tag ereignisreich werden sollte!
Ich fuhr also mit der U-Bahn Richtung Düsseldorf. In Duisburg-Huckingen stieg ein Junge in meinem Alter ein und setzte sich mir gegenüber hin. Irgendwie dachte ich gleich, dass ist mein Traumprinz. Er war so 185 cm groß, hatte schwarze, kurze Haare und richtig süße, nußbraune Augen. Er sah älter aus, als er war, und hatte eine extrem erotische Ausstrahlung.
So saß er mir also in der U-Bahn gegenüber, und ich glaube, ich habe mich im ersten Augenblick in ihn verliebt. Irgendwie kamen wir sofort ins Gespräch, und ich erfuhr, dass er auch alleine nach Düsseldorf fahren wollte, „Warum machen wir uns dann nicht zusammen einen schönen Tag in Düsseldorf? Du bist alleine, ich bin alleine. Und warum sollen wir uns dann nicht zusammentun?“, fragte ich ihn. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen.
„Klar, warum nicht“, antwortete Casey mit seinem englischen Akzent, den ich schon damals richtig süß fand. Ich glaube, es war so die Mischung aus seinem Aussehen, der Stimme und seinem einmaligen Charakter, welche mich dahinschmelzen ließ.
„Kann ja eigentlich nur besser werden“, redete er weiter. „Ich will ja eh nur ein wenig bummeln und mir vielleicht das ein oder andere Kleidungsstück kaufen.“ Dasselbe hatte ich auch vor. Also stiegen wir an der U-Bahnstation Steinstraße aus, von der man direkt auf die Kö gelangte, und stürzten uns ins Gewimmel.
Die Kö war für uns allerdings mehr eine Schaumeile, da die Preise dort nicht so ganz unserem Geldbeutel entsprachen. Die Königsallee ist ein Laufsteg der Eitelkeiten, ideal für Schwule. Hier geht es, denk ich mir, mehr darum gesehen zu werden als zu kaufen. Wir begaben uns kurze Zeit später in die Altstadt, wo es viele größere und kleiner Geschäfte in allen Preisklassen gab. Außerdem wollten wir ja nicht an diesem Jahrmarkt der Eitelkeiten teilnehmen. Wir wollten uns nur einen schönen Tag gemeinsam machen, mehr nicht.
In einem kleinen, ziemlich unordentlich eingerichteten Geschäft fand Casey dann seinen Pullover. Ein knallgelber Baumwollpullover. Der Laden schien mir nicht so ganz koscher, doch hatte Casey dort seinen Pullover gekauft. Ich hatte in einem anderen, eben so kleinen, aber etwas ordentlicheren Geschäft ein paar Schuhe gekauft. Schicke, schwarze Schuhe, die ich heute noch habe.
Danach spurteten wir noch durch mehrere andere Läden, doch irgendwann konnten wir nicht mehr. Casey und ich beschlossen dann also, dass wir doch irgendwo mal was trinken gehen sollten.
Da wir gerade in der Nähe der „Altstadtstuben“ waren, entschlossen wir uns, da rein zu gehen. Damals wußten wir noch nicht, dass es eine Szenekneipe ist. Wir wunderten uns nur, dass dort nur männliche Gäste waren. Doch das war uns auch irgendwo egal, weil wir einfach nur Durst hatten und irgendwo sitzen wollten. Casey bestellte sich also eine Cola und ich trank einen Tee, weil mir tierisch kalt war.
Casey und ich waren froh jetzt endlich sitzen zu können. Wir sprachen über alles und jenes, auch über Beziehungen. Auch Casey hatte keine Freundin, genau wie ich. Das wunderte mich eigentlich, denn so wie er aussah, hätte er an jedem Finger fünf Mädels haben können. Mir war es aber recht, steigerte es doch die Möglichkeit, dass er auch schwul sein könnte.
Wieso auch? Ich bin nicht schwul, redete ich mir immer wieder ein. Auch damals in den „Altstadtstuben“ tat ich es. „Ich weiß nicht, ob ich es dir sagen soll“, sprudelte es aus ihm hervor. „Ich bin schwul! Deshalb habe ich auch keine Freundin, und auch keinen Freund!“
Das letzte Satzstück sagte er mit einer eigenartigen Mischung aus Herausforderung und Anmache, welche ich total süß fand. Ich war verblüfft über seine Offenheit, schließlich kannten wir uns ja erst ein paar Stunden. Ich hätte ihm ja genauso gut eine dafür knallen können.
Doch irgendwie hat sich in den paar Stunden so ein wahnsinnig gutes Vetrauensverhältnis aufgebaut, als würden wir uns schon viele Jahre kennen. Er nahm mich mit in die Umkleidekabine, zum Anprobieren, kaufte keine Klamotten die mir nicht gefielen und verließ sich komplett auf mich.
Doch Sex gab es an diesem ersten Tag noch nicht. Ich habe ihn zwar ein paar mal nackt gesehen, da ich ja mit ihm zusammen in der Umkleide war, und fand dass schon total erotisch. Auch er hat mich ein oder zweimal nackt gesehen, aber mehr lief an diesem ersten Tag nicht ab. Dafür waren wir, glaube ich, viel zu neugierig aufeinander um es mit Spontansex zu zerstören. Dieses geniale Gefühl des erstmal kennenlernen hatte ich dann erst viele Jahre später wieder mit meinem jetzigen Freund. Es ist das schönste Gefühl der Welt, einfach unbeschreiblich.
Casey machte auf mich den Anschein eines großen, manchmal etwas ängstlichen und unsicheren Kindes. „Und, was soll’s?“, antwortete ich. „So ganz auf Mädchen stehe ich auch nicht. Da fehlt mir irgendwie etwas. Doch was, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur nicht, ob ich bi oder schwul bin!“
„Ist mir herzlich egal, ob du bi oder schwul bist. Ich finde dich zumindest wahnsinnig süß und aufregend.“ Casey war ganz in seinem Element. „Vielleicht bin ich auch zu feige, mir einzugestehen, dass ich jetzt doch schwul bin! Ich kenne doch, bis auf dich, keine Schwulen hier in der Umgebung. Du bist der erste, den ich obendrein auch noch süß finde.“
Ich glaube, dass ich nach diesem Satz knallrot wurde. Der Tee allein kann mich nicht so von innen gewärmt haben. Es war mir aber auch egal. „Ich finde dich trotzdem süß“, sagte Casey wie zur Bestätigung nochmals. Er gab mir einen dicken Kuß auf den Mund.
Ich spürte, wie mir in diesem Augenblick gleichzeitig heiß und kalt wurde. Hoffentlich sagt jetzt keiner der anderen Gäste etwas. Schließlich sah die Kneipe gut bürgerlich aus, aber bestimmt nicht irgendwie schwul wirkend.
„Aber eines solltest du von mir wissen, bevor wir vielleicht zusammen kommen. Ich habe AIDS. Nein, nicht etwa durch Sex ausgelöst, dazu bin ich noch etwas zu jung.
Ich hatte vor ein paar Jahren einen schweren Autounfall mit meiner Tante und benötigte Blutkonserven. Es muß wohl so gewesen sein, dass eine oder mehrere davon HIV-Infiziert waren.“ Bei Caseys Schilderung, die er sehr sachlich und gefühllos darbrachte, geriet ich ins schleudern. Nein, so ein süßer Typ kann kein AIDS haben. Unmöglich!
Einen Augenblick schwiegen wir. Casey schaute mich mit traurigen, oder hoffenden Augen an. Er flehte förmlich mit Blicken um Verständnis, das ich jetzt bitte nicht weglaufen sollte.
„Ich finde dich so okay, wie du bist. Ob mit AIDS oder ohne, du bist und bleibst ein süßer, interessanter Mensch“, sprudelte es spontan aus mir hervor. Ich fühlte mich in diesem Moment wie ein Springbrunnen, der eine erste Fontäne befreiender Wörter spuckte. „Ich finde dich nun mal wahnsinnig erotisch und sympathisch. Du bist für mich der erste Mensch, bei dem einfach alles stimmt. Ich weiß nicht, irgendwie hast du mich verzaubert. Ich konnte mir vorher nie vorstellen, dass ich jemals so mit einem Mann reden würde.
Ich wollte ja nie einer von den schwulen sein. Aber ich glaube, nein ich weiß, ich liebe dich!“ Ich genoß die Zeit in der Kneipe mit Casey. Es war so als würde sich der Himmel öffnen und Wolke sieben käme direkt zu uns herunter. Es machte Spaß, mit Casey zu flirten, zu reden und einfach nur sich schweigend gegenüber zu sitzen.
Ja, das war das Gefühl, welches mir bei Mädchen gefehlt hatte. Das war das Prickeln, das in so vielen Liebesliedern beschrieben wird. Das war Liebe.
Am frühen Abend machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück nach Duisburg. Wir liefen, wie selbstverständlich, Hand in Hand über die Königsallee zur U-Bahnhaltestelle. Wie ich das damals geschafft habe, ist mir bis heute ein Rätsel. Mit meinem heutigen Freund fällt es mir schwer, Hand in Hand über die Straße zu gehen. Aus Angst? Ich weiß nicht. Vielleicht eher aus Vernunft, oder Vorsicht um nicht extra die lieben Mitbürger zu provozieren. Die einzige Stadt wo wir uns trauen Hand in Hand zu gehen ist Köln, aber das gehört jetzt nicht hierher.
In der U-Bahn tauschten wir dann noch unsere Adressen aus und verabredeten uns für den nächsten Tag bei Casey. Als er ausstieg verabschiedeten wir uns mit einem zärtlichen Kuß. Kaum war er aus der Bahn raus, spürte ich wieder eine Leere. Wie kann es sein, dass mir ein Kerl fehlt, den ich erst heute kennengelernt habe. Kerl ist hier bestimmt nicht böse gemeint, vielmehr war es Caseys Kosewort. Ich nannte ihn öfters Kerl und er mich Sweety Boy.
Ich stieg an der Umsteigestation aus, um meinen Bus nach Rheinhausen zu bekommen, welcher auch knapp zwei Minuten später fuhr. Auch bei der Busfahrt ging mir mein süßer Kerl nicht aus dem Kopf. Konnte es sein, dass er mir so den Kopf verdreht hatte? Ich merkte gar nicht, dass der Bus schon auf der anderen Rheinseite war, und hätte beinahe meine Station verpaßt. Ich war verliebt!
Als ich zu Hause ankam, fragte mich meine Mutter eigentlich wie immer wie es in Düsseldorf war. Ich war einen Augenblick schockiert über diese alltägliche Frage. Wußte sie etwas? Oder ahnte sie, dass ich schwul bin?
Das hätte mir mein Coming-out zumindest um einiges erleichtert. Doch ich glaube nicht, dass meine Mutter sich da irgendwelche Gedanken gemacht hat. Wir waren eine richtig bürgerliche Familie, wie sie im Buche steht, und hätte ich mich nicht eines Tages geoutet, dann wäre Homosexualität bei uns noch heute ein relatives Fremdwort. So glaubte ich zumindest, aber wie sich später herausstellen sollte, sind meine Eltern doch nicht so spießig wie ich dachte. Eher im Gegenteil.
Ich antwortete auf die Frage meiner Mutter mit einem kurzen ja und verschwand danach sofort in mein Zimmer. Ich mußte jetzt einfach allein sein. Nachdenken!
Als ich auf mein Zimmer kam, dachte ich nur, endlich Ruhe. Endlich konnte ich über mich nachdenken. Doch irgendwie gab es da nicht viel zum Nachdenken. Ich war verliebt in einen 16jährigen, absolut süßen Jungen. Welch ein tolles Gefühl! Händchenhaltend durch die Stadt laufen, sich einen zärtlichen Kuß geben. Es war so, als hätte ich hunderttausend Schmetterlinge im Bauch.
Ich war so glücklich wie lange nicht mehr. Endlich verließ mein Leben seine lethargische Bahn. Endlich wurde mein Leben wieder lebenswert.
Mit dieser Laune und den Schmetterlingen im Bauch ging ich am nächsten Morgen wie beflügelt wieder zur schule. Doch, das hätte ich mir lieber sparen sollen. Der „Waffenstill-stand“ meiner Klassenkameraden wurde einseitig aufgehoben.
Da kommt ja unsere Schwuchtel“, begrüßte mich schon einer an der Klassentüre. Scheiße, meine gute Laune war dahin. Woher wußten sie, dass ich schwul bin? Hat mich irgendwer mit Casey in Düsseldorf gesehen? Ich weiß es bis heute nicht.
Auf jeden Fall beschloß ich, wieder spontan krank zu werden. Das tat ich öfter, wenn ich irgendwelche Probleme hatte oder mich irgend etwas so dermaßen nervte, dass ich nicht mehr weiterwußte.
Gesagt, getan. Nach der dritten Stunde war dann also die Schule für mich für den heutigen Tag gegessen. Ich holte mein Fahrrad aus dem Fahrradkeller und fuhr so schnell ich konnte nach Hause. Unterwegs dachte ich nur daran, wie ich es einfädeln sollte, nachmittags zu Casey zu fahren.
Zu Hause angekommen, sagte ich meiner Mutter, dass ich wahnsinnige Halsschmerzen bekommen hätte und deshalb nach Hause geschickt worden wäre. „Ich kann auch nichts dafür, wenn einen die Lehrer wegen jedem quersitzenden Pfurz nach Hause schicken. Aber die haben nun mal ihre Aufsichtspflicht!“, log ich meiner Mutter vor. Mein Vater hatte wie so häufig wieder Schicht.
Ich wickelte mir einen Schal um und lutschte ganz brav Mutters ekelhafte Halsschmerztabletten. „Du Mama, ich habe mich für heute nachmittag mit wem in Duisburg verabredet, ich gehe auf jeden Fall hin.“
„Na toll, erst kommt der Herr krank aus der Schule nach Hause, und dann will er nach Duisburg fahren. Und was ist, wenn dich einer aus deiner Klasse sieht?“ Meine Mutter fing wiedermal mit einer ihrer Motztiraden an.
„Dann war ich eben beim Arzt. Und außerdem geht die das doch überhaupt nichts an. Ich geh ja schließlich morgen wieder in die Schule.“
Irgendwo konnte ich meine Mutter ja verstehen, sie macht sich halt Sorgen um mich und hatte auch noch meine Oma, um die sie sich kümmern mußte. Aber manchmal konnte sie einen wirklich schon nerven.
Ich verließ nach unseren kleinen Meinungsverschiedenheit ziemlich schnell unser Haus und machte mich auf den Weg nach Duisburg, zu Casey. Ich freute mich schon riesig darauf. Je näher ich dem Haus von Caseys Familie kam, desto mehr kribbelte es in meinem Bauch. Kurz vor der Haustür war es so, als würde in mir jede Sekunde ein Vulkan ausbrechen.
Als ich beim Haus von Caseys Familie ankam klingelte ich. Ein paar Sekunden lang passierte gar nichts. Dann kam Caseys Mutter zur Türe, eine Frau mittlerer Größe, mit schwarzen Haaren und einem unwerfenden Charme.
Beim öffnen der Türe fragte sie mich: „Bist du Caseys neuer Freund? Er hat mir ja schon einiges von dir erzählt.“ Ich dachte in diesem Moment, in einer anderen Welt zu sein. Ich war hier bei meinem neuen, ersten Freund, der genauso alt war wie ich, und seine Mutter stellte mir so eine Frage wie diese als wäre es selbstverständlich.
An dieser Stelle soll nun eine Vorstellung von Caseys Eltern kommen: Das Aussehen von Sue, Caseys Ma, habe ich ja schon beschrieben. Sie war Lehrerin für Englisch und Deutsch und ein wahres Temperamentsbündel. Sie war recht sportlich, ziemlich offen eingestellt, was die Homosexualität ihres Sohnes betraf, und wirklich absolut sympathisch.
Sein Vater war Angestellter bei der „Quantas“, 190 cm groß, hatte schwarzgraue Haare und genauso braune Augen wie Casey. Er war nicht minder weltoffen als seine Frau, sehr witzig und temperamentvoll. Er hieß Joe.
Die Lebensgeschichte von ihnen könnte auch einen Roman füllen. Sie lernten sich in Buenos Aires kennen, gingen dann nach New York, wo Casey auch geboren wurde. Als Casey drei Jahre alt war gingen sie nach Wien, danach nach Zürich und über Düsseldorf nach Duisburg. Sue ist eigentlich Amerikanerin und Joe Australier, doch bezeichneten sich beide stets als Weltbürger.
Casey hatte ihnen sein Schwulsein bereits mit 15 Jahren „gebeichtet“, und sie kamen erstaunlich gut damit klar. Und das trotz der Tatsache, das er ein Einzelkind war. Ich war also nicht schlecht erstaunt, dass es für seine Mutter eine so selbstverständliche Frage war.
„Ja“, antwortete ich noch immer ziemlich entgeistert. Glücklicherweise kam Casey in dem Moment aus einem Zimmer und gab mir einen dicken Begrüßungskuß. Casey und ich gingen mit Sue in die Küche. Sie lud mich zum Kaffe ein.
„Du kannst dich hier fühlen wie zu Hause“; sagte Sue zu mir. „Das ist echt nett von ihnen. Entschuldigung, dass ich gerade so komisch war, aber es war für mich eine Überraschung das…“
„Das ich wußte, dass du Caseys neuer Freund bist? Wir reden halt über alles in unserer Familie.“ „Das tun wir eigentlich auch, aber über das Schwulsein… Nein, das haben wir noch nie getan. Könnten wir auch gar nicht.“ „Du wirst sehen, irgendwann kommt der Tag, an dem du es deinen Eltern sagen kannst“, antwortete Sue. Wir tranken dann noch gemütlich Kaffee und schließlich gingen wir dann in Caseys Zimmer.
Er hatte ein relativ großes Zimmer,welches sehr geschmackvoll eingerichtet war. In einer Ecke stand sein Bett, daneben unter dem Fenster der Schreibtisch. Direkt daneben stand sein Kleiderschrank, an dem sich eine schöne Schrankwand anschloß. In der Mitte des Raumes stand ein schöner, großer Korbtisch mit vier Korbsesseln, wie sie in der Karibik oft zu sehen sind.
Wir setzten uns also an den Computer und spielten ein wenig. Ein Spiel, bei dem es um die Verwaltung von Airlines ging.
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