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Während sich Griechenland aufgrund des drohenden Staatsbankrottes in einer prekären Lage befindet, ist es noch gar nicht so lange her, dass auch in einem Pariser Vorort Autos brannten und die Straßen unsicher waren. Rassenunruhen und die unterschwellige Angst vor der neuen Welt- und Wirtschaftsmacht China sind die Triebfedern dieses französischen Horrorfilms, der sich weniger in der Tradition der Zombiefilme eines George A. Romero sieht, sondern eher den Actionfilmen der 70er und 80er Jahre huldigt.
Die Polizisten geraten in eine Falle der Gangster. Doch ungewollt müssen sich die beiden Parteien zusammenschließen, denn während sie noch mit ihrem Privatkrieg beschäftigt sind, überrennen zahllose Zombies die französische Hauptstadt und belagern auch das Hochhaus.
Waren die Zombies aus Romeros gleichnamigem Klassiker noch langsam torkelnde Untote waren, die mit einem gezielten Kopfschuss zur Strecke gebracht werden konnten,
so flitzen sie in diesem Film blitzschnell durch die dunklen Gänge und schlagen ihre Zähne so schnell in Hälse und Beine, dass zartbesaitete Zuschauer die Hände nicht mehr schnell genug vor das Gesicht halten können. Die Story ist zwar dürftig und scheint nur der Legitimation mancher Gewalttat zu dienen, doch am Ende gelang den beiden jungen Regisseuren ein tempo- und actionreicher Reißer, an dem Genrefans sicherlich Gefallen finden dürften. Das rauscharme Bild verfügt nahezu über HD-Qualität. Die Schärfe ist unglaublich präzise und bildet die feine Körnung verputzter Wände, abstehende Haare, Bartstoppeln und feine Gesichtsfalten selbst unter Blutspuren überaus plastisch ab. Der umfangreiche Kontrast verleiht selbst den Lederjacken der Cops in dunklen Szenen noch deutliche Feinheiten. Die Farben sind matt gehalten und sorgen für eine triste Atmosphäre. Das offene Klangbild ist geprägt von einer raumgreifenden Musik und effektvoll verteilten Geräuschen, die dem Auditorium manchen Schauer über den Rücken jagen. Wuchtiger geht's zur Sache, wenn Schüsse in Kapitel zwei durch das Heimkino zischen oder durch die Explosion in Kapitel 11 die Boxen wackeln. Die Stimmen tönen ein wenig spitz. Die Extras enthalten ein Making Of, einen Kurzfilm der beiden Regisseure, Film-Fotogalerie mit Aufnahmen von den Dreharbeiten, Fotogalerie mit Konzeptzeichnungen und Storyboards, Kinotrailer und Original-Trailer.
deutsch und französisch in Dolby Digital 5.1, deutsch in Dolby Digital 2.0 Stereo
Nachdem seine Familie bei einem Überfall getötet wurde, hat Clyde Shelton das Vertrauen in das Justizsystem verloren. Er lernt auf schmerzliche Weise, dass Recht und Gerechtigkeit zwei verschiedene Dinge sind.
10 Jahre später wird der Mörder von Clydes Familie auf grausame Weise ermordet. Clyde beginnt ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit Anwalt Nick, das weitere Leichen fordert und die Stadt Philadelphia in den Ausnahmezustand versetzt. Regisseur F. Gary Gray hat einen routinierten Rachethriller inszeniert, dessen psychologische Raffinesse zwar nicht an das packende Duell zwischen Kevin Spacey und Samuel L. Jackson in "Verhandlungssache" heranreicht und auch nicht die psychologische Tiefe des artverwandten Films "Die Fremde in dir" erreicht, aber dank der präsenten Darsteller, rasanter Actionszenen und einem markigen Gerard Butler im Adamskostüm mehr als einen Hingucker wert ist. Das nahezu rauschfreie Bild glänzt mit einer fantastischen Schärfe, die eine plastische Tiefe erzeugt. Selbst feinste Details der Kostüme oder die Fältchen in den Gesichtern der Darsteller werden präzise dargestellt. Der hohe Kontrastumfang sorgt dafür, dass auch in dunklen Gefängnisszenen dunkle Haare und Kostüme jederzeit noch deutliche Abstufungen aufweisen und das Bild nicht absumpft.
Der Ton wartet mit allem auf, was ein Surround-Fan erwartet: satte Tiefbässe, druckvolle Explosionen, dynamische Effekte und feine Geräusche, die für eine offene Klangkulisse sorgen. Beim unerwarteten Schuss in Kapitel 12 schreckt man unwillkürlich aufgrund der Heftigkeit zusammen. Die Autoexplosionen in Kapitel 14 lassen die Boxen beben. Und wenn die Schüsse in Kapitel 16 fallen, scheinen die Kugeln durch das Heimkino zu zischen. Die Stimmen klingen im Vergleich zum Original etwas dünn und spitz. Die Extras beschränken sich auf das, was mittlerweile zum Mindeststandard einer guten DVD gehört: einen Audio-Kommentar zweier Produzenten, ein kurzes Making Of, unkommentierte Aufnahmen von den Dreharbeiten, Kurzberichte über die visuellen Effekte und das US-amerikanische Rechtssystem, Statements von vier Darstellern und dem Regisseur sowie Filmografien von sechs Darstellern auf Texttafeln und Trailer fünf weiterer DVD-Titel.
deutsch in DTS 5.1, deutsch und englisch in Dolby Digital 5.1
Seit ihrem achten Lebensjahr wird Katie immer wieder von Geistererscheinungen heimgesucht. Nachdem sie mit ihrem Freund Micah in ein Haus gezogen ist, dauert es auch nicht lange, bis sich hier unheimliche Dinge ereignen. Es beginnt mit Schlüsseln, die von alleine auf den Boden fallen und Türen, die sich selbstständig machen.
Die Erscheinungen werden immer furchteinflößender. Schritte und lautes Poltern sind zu hören, Katie spürt einen kalten Atemhauch und wird eines Nachts von unsichtbarer Geisterhand aus dem Bett gezogen. Nach 21 fast schlaflosen Nächten nimmt der Horror ein grausiges Ende. Vor gut 10 Jahren glaubte halb Amerika, dass eine kleine Studentengruppe in den Wäldern von Maryland einem Hexenmythos zum Opfer gefallen sei. Das "Blair Witch Project" avancierte zum kommerziell erfolgreichsten Horrorstreifen aller Zeiten. Mit verwackelter Handkamera gefilmt, streiften drei junge Leute durch dichtes Unterholz und wird von unheimlichen Geräuschen und Erscheinungen in hysterische Panik versetzt. Das gleiche Prinzip verfolgt dieser Film, dessen Horror nicht durch plakative Effekte entsteht, sondern erst durch die Stille und der minutiös festgehaltenen Ereignislosigkeit, während der sich der Zuschauer die gruseligsten Szenarien unweigerlich ausdenkt. Nichts Neues, aber nach wie vor effektiv.
Authentizität wird hier angestrebt und kein auf Hochglanz poliertes Schauermärchen. Den Mehrkanalton hätte man sich sparen können, denn der Ton erklingt nur aus den Frontboxen. Die Stimmen und Geräusche tönen sehr stumpf. Im Original scheinen die Darsteller ein wesentlich besseres Kameramikrofon benutzt zu haben. Der Horror entsteht allerdings nicht aus knalligen Surroundeffekten, sondern aus der angespannten Erwartung, dass die Stille irgendwann durch einen beängstigenden Laut unterbrochen wird. Schockmomenten sind trotz der Frontlastigkeit garantiert. Ärgerlich, dass die Ausstattung dem Medium in keinster Weise gerecht wird. Die Extras bestehen lediglich aus einem alternativen Ende, das zum Glück nicht verwendet wurde, da es keinen Sinn macht und einem Kinotrailer.
deutsch - Dolby Digital 5.1; englisch - Dolby Digital 5.1
Bericht: Clint Metzger
Die Doku wirft einen Blick hinter die Kulissen der osteuropäischen Szene. In den Jahren 2000-2005 wurden weltweit 3.000 Pornofilme produziert. Das schnellste Wachstum verzeichneten schwule Pornos aus Prag. Die jungen Männer dort sind naiv, sehen unschuldig aus und machen für Geld fast alles. Filmproduzent Dan Komar hat sich frühzeitig dort niedergelassen und mit seiner "Bareback"-Filmreihe einen Trend losgetreten. Doch die Prager Pornoszene hat sich selbst kannibalisiert. Innerhalb von zehn Jahren wurden derart viele Filme gedreht, dass die Preise ins Bodenlose fielen. Die jungen Männer zwischen 18 und 20 Jahren verdienten keine 400 Euro pro Film und nahmen Viagra oder ließen sich Spritzen verpassen, um eine Erektion aufrecht zu erhalten. Hoffnungen auf ein besseres Leben, eine Karriere oder einfach nur Anerkennung verbanden viele von ihnen mit der Arbeit vor der Kamera. Aber keiner der im Film portraitierten Männer hat die Pornodrehs wirklich genossen. Und wer nicht doch noch Fuß in der "normalen" Arbeitswelt gefasst hat, der steht heute wieder auf der Straße. Im Gegensatz zu Lukas Schmids „Intimitäten“ stehen hier weniger die „technischen“ Probleme beim Dreh eines Schwulenpornos im Mittelpunkt, sondern die Auswirkungen der Branche auf einzelne Schicksale.
Solides Bild mit kräftigen Farben und kaum sichtbarem Rauschen. Aufgrund des unterschiedlichen Ausgangsmaterials schwankt der Kontrastumfang. Einzig die Schärfe lässt häufig zu wünschen übrig.
Leider gibt es mit Ausnahme des Kinotrailers keine Extras.
deutsch und englisch in Dolby Digital 2.0
Dass Kinder nicht nur Plagegeister sondern wahre Satansbraten sein können, wissen Filmfans nicht erst seit "Kinder des Zorns" oder "Omen". Ganz aktuell hat es Renée Zellweger im Kino mit dem "Fall 49" zu tun. Und es gibt wohl kaum Eltern, die ihren Nachwuchs nicht wenigstens einmal verwunschen haben – besonders wenn sie sich in der rebellischen Pubertäts-Phase befinden.
Daran ändern auch manch heftiger Schockeffekt, blutige Bilder und Dennis Quaids routinierte Darstellung eines desillusionierten Detectives nichts.
Die Farben erscheinen matt, tragen aber dadurch zu der düsteren Atmosphäre bei. Der Kontrast ist nicht sonderlich fein, sodass schwarze Haare und Kostüme kaum Feinheiten aufweisen und dunkle Bilder stumpf wirken. Mit satten Tönen sorgen sorgsam verteilte Effekte für manchen Schockmoment, der den Puls in gefährliche Höhen treibt. Das Gefühl der Räumlichkeit stellt sich schon vom ersten Kapitel an ein. Die Stimmen klingen klar, aber vergleichsweise dünn. Die Extras bestehen lediglich aus einem Audio-Kommentar des Regisseurs und des Kameramanns sowie acht zusätzlichen Szenen und Kinotrailer.
Nach dem Tod seiner geliebten Ellie ist aus Carl ein grantiger Rentner geworden, der sich dagegen sträubt, dass sein Haus modernen Neubauten weichen soll. Als er ins Altenheim abgeschoben werden soll, will er einen Jugendtraum verwirklichen: sein Lager am größten Wasserfall der Welt im Amazonasgebiet aufzuschlagen. Mit Hilfe tausender Luftballons hebt er mit seinem Haus ab.
Ungewohnt ernste und nachdenkliche Töne stimmt Pixar mit dem neuen Animationsstreich an. Der lockere Humor früherer Hits blitzt zwar auch hier immer wieder hervor. Doch scheint die Trickschmiede Disneys mit diesem Film einen neuen Reifegrad erreicht zu haben. Dank der gewohnt perfekten Animationstechnik und liebevoll gezeichneter Charaktere ist auch dieses Werk gelungen.
Ein umfangreicher Kontrast und die gute Schärfe, die auch feinere Details wie das Fell der Hunde oder die Maserungen im Holz des Hauses präzise abbildet, runden die Bildharmonie ab. Die Tonspur lässt es zunächst gemächlich angehen, legt aber im Verlauf des Films an Rasanz und Effekten zu. Die Palette reicht vom grollenden Gewitterdonner über Vogelzwitschern bis zu den Flugzeugangriffen der Köter ab Kapitel 31, bei denen es im Heimkino rund geht. Lediglich die Stimmen klingen etwas dünn und gepresst. Leider gibt’s die DVD nur als Single-Version. Die Extras bestehen aus einem Audio-Kommentar der beiden Regisseure, zwei Kurzfilmen, einer alternativen Szene mit Erläuterungen der Filmemacher sowie einer Dokumentation über die Recherchen in Venezuela. Blu-Ray-Fans können sich dagegen über eine Doppel-Disc oder ein 4-Disc-Set freuen, welche unter anderem den Film in einer Digitalversion für weitere Abspielmedien enthält. Einziges Manko: Die Sprache lässt sich nur über das Menü ändern. Die Wiedergabe beginnt dabei nicht am Ausstiegspunkt, sondern jeweils am entsprechenden Kapitelanfang.
deutsch, englisch, österreichisch: Dolby Digital EX 5.1
Man mag es kaum glauben, aber der vierte Teil der Reihe ist der erste Film, der in der postapokalyptischen Zukunft des Jahres 2018 spielt: Skynet hat die Kontrolle übernommen und beginnt mit der Serienproduktion von Killermaschinen, welche die Menschheit entgültig auslöschen soll. Während sich die Überlebenden in einzelnen Widerstandszellen organisieren, holen die Maschinen zum ultimativen Schlag aus. Alle Versuche, den Widerstand durch Terminatoren zu brechen, schlugen in der Vergangenheit fehl. Nun entwickeln sie einen Hybriden – eine Maschine, angetrieben mit einem menschlichen Herzen und Verstand, um den Widerstand zu infiltrieren und John Connor in die Hände von Skynet zu treiben.
Er schafft tatsächlich den Neuanfang einer erfolgreichen Sci-Fi-Reihe. Und da ein echter Terminator-Film nicht ohne Arnie auskommt, haben die Filmemacher ihn aus gedrehtem Material des ersten Teils heraus digitalisiert und ihm einen starken Gastauftritt verschafft. Das postapokalyptische Szenario wird dank des rauscharmen, kontrastreichen und überaus scharfen Bildes, das selbst Bartstoppeln und feine Gesichtsfältchen gnadenlos deutlich abbildet, plastisch und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Die Farben wurden entsättigt, sodass die Aufnahmen von kühlen Blau- und Grautönen bestimmt werden. Selbst in den zahlreichen Actionszenen bewahrt das Bild seine Ruhe und zeigt keine Schwächen.
Satte Tiefbässe treffen direkt in die Magengrube. Gleich zu Beginn muss die Surround-Anlage in Kapitel zwei Höchstleistung abliefern, wenn die Widerstandskämpfer das Feuer eröffnen und mit Hubschraubern eine Festung der Maschinen einnehmen. Selbst feinste Geräusche wie das Klicken herabfallender Patronenhülsen gehen in dem Action-Feuerwerk nicht unter. Trotzdem tönen gerade die Explosionen ein wenig gedämpft, so als ob sie um die volle Entfaltung ihrer Dynamik selbst fürchten würden. Da hätte man sich mehr Durchschlagskraft erwartet. Die Stimmen klingen vergleichsweise gepresst. Die deutsche Fassung ist einen Tick lauter abgemischt. Nachdem die ersten drei Teile der Saga jeweils als Doppel-Disc mit umfangreichem Bonusmaterial erschienen sind, lässt die eher durchschnittliche Ausstattung darauf schließen und hoffen, dass noch eine Special Edition aufgelegt wird. Das Making Of, der Kurzbericht über die Motorrad-Terminatoren sowie 11 weitere Kurzberichte zu verschiedenen Aspekte der Dreharbeiten lässt ahnen, dass hier noch mehr Material in den Archiven schlummert.
deutsch und englisch in Dolby Digital 5.1
Der erste gemeinsame Urlaub ist bekanntlich die ultimative Beziehungsprobe, denn wenn der Alltag hinter einem liegt und es kein Entrinnen vor dem Anderen gibt, muss man sich so manch verdrängten Tatsachen stellen. Auch Johann hält während der Odyssee durch Feld, Wald und Wiese so manches Mal inne.
Als sie auf den Hof der alleinerziehenden Grit und deren jungem Sohn Henri treffen, erwachen in allen plötzlich neue Gefühle. Bis Johann zunehmend in den Bann der Sage eines vor fast 300 Jahren verschwundenen Jungen gerät.
Das rauscharme Bild wirkt angenehm ruhig. Dank der detailgetreuen Schärfe, die Bartstoppeln, Schweißtropfen in den Gesichtern der Darsteller oder die Fasern eines Seils präzise darstellt, wirken die Naturaufnahmen plastisch und umso eindrucksvoller. Die kräftigen Farben erscheinen etwas matt. In Bewegungen kommt es zu starken Nachzieheffekten. Zudem sind in helleren Flächen feine digitale Artefakte sichtbar. Auf der Tonspur wird die Natur lebendig: Fast permanent zwitschern Vögel aus allen Richtungen, knackt das Unterholz, zirpen Grillen, weht der Wind durch die Kanäle oder prasselt der Regen aus den Lautsprechern. Die Klangkulisse wirkt aufgrund der vielen Details sehr realistisch, tönt aber insgesamt unterkühlt. Während die Musik sehr luftig aufspielt, klingen die Stimmen leider etwas stumpf. Als Bonus gibt’s leider nur kurze Aufnahmen von der Einspielung des Händel-Stücks und den Kinotrailer sowie Kurzinfos zu Darsteller und Stab auf der Cover-Rückseite. Bei einer vom Verleih unterstützen Produktion hätte man sich mehr gewünscht. Ein Audio-Kommentar, ein Making Of oder zumindest Interviews mit den Darstellern hätte die DVD-Auswertung des Films verdient gehabt.
deutsch in Dolby Digital 5.1
Regisseur Gus van Sant und Darsteller Sean Penn setzen dem Schwulenaktivisten ein eindrucksvolles filmisches Denkmal. Anfang der 70er Jahre lässt sich Milk mit seinem Freund Scott im Castro-Viertel von San Francisco nieder. Sie eröffnen einen Fotoladen und werden nicht von allen Nachbarn herzlich empfangen. Milk beginnt, sich für die Rechte der unterdrückten und verfolgten Schwulen und Lesben einzusetzen.
Zwei vergeblichen Anläufen zur Wahl als Stadtrat scheitern, bis Ende 1977 der Triumph folgt: Milk wird der erste bekennende schwule Stadtrat San Franciscos. Als Senator Briggs eine Initiative durchbringen will, die es erlaubt, sämtliche homosexuelle Lehrer und deren Sympathisanten zu entlassen, setzt Milk alles daran, diese Kampagne zu stoppen - mit Erfolg, der ihm allerdings einen Todfeind beschert: Stadtrat Dan White, dessen politische Karriere weniger erfolgreich verläuft und der sein niedergelegtes Amt nicht wieder zurück erhielt, erschießt Bürgermeister Mascone und Milk. Der mit zwei "Oscars" prämierte Film (Hauptdarsteller und Drehbuch) atmet nicht nur den Geist der damaligen Zeit. Er erinnert auf eindrucksvolle Weise an einen Menschen, der viele private Opfer bringen musste, um im Kampf für eine bessere Welt und seine Mitmenschen außergewöhnliche und zukunftsweisende Wirkungen zu erzielen. Das ausgewogene, rauscharme Bild versprüht den Charme der 70er Jahre. Gedeckte Farben, die zumeist im Bereich der Erdtöne angesiedelt sind, erinnern an leicht verblasste Photografien. Die gute Schärfe offenbart feine Details in Nahaufnahmen. Das Klangbild bezieht seine Wirkung genretypisch nicht aus Knalleffekten sondern aus der harmonischen Balance von Stimmen, Geräuschen und der Musik. Im Original gelingt dies zwar noch ein Tick besser, doch überzeugt der Ton durch seine Natürlichkeit. Feine Geräusche gehen nicht unter. Die Stimmen klingen klar, wenn auch im Vergleich zum Original etwas gepresst. Und hin und wieder sorgen Umgebungsgeräusche für Räumlichkeit, ohne sich betont aufzudrängen. An Bonusmaterial liefert die Disc drei Kurzberichte über die Person des Harvey Milk, die Produktion und den Protestmarsch, drei zusätzliche Szenen, Statements von fünf Darstellern, dem Regisseur, dem Autoren und zwei Zeitzeugen, unkommentierte Aufnahmen von den Dreharbeiten sowie Filmografien der Darsteller auf Texttafeln und im Booklet. Schmerzlich vermisst man die ebenfalls mit einem „Oscar“ ausgezeichnete Doku „The Times Of Harvey Milk“, die vor wenigen Wochen auf dem Fernsehsender arte ausgestrahlt wurde und aus der einige Aufnahmen für den Film verwendet wurden.
Dyrbusch, Bogatsch, Stürmer und von Leibnitz sind vier junge Männer aus reichen Häusern, die der Pubertät gerade mal entwachsen sind. Im Internat vertreiben sie sich die Langeweile mit Alkohol, Drogen und Überlegungen, wie ihnen die minderwertigen Mitmenschen dieser Welt zu Diensten sein können. Von den Eltern fühlen sie sich abgeschoben. Wertevorstellungen, Moral und ein Gewissen haben sie nicht mit auf den Weg bekommen. Als Anführer Dyrbusch und Bogatsch eines Abends die Kellnerin Valeska fast vergewaltigen, bringt lediglich von Leibnitz genug Zivilcourage auf, um Schlimmeres zu verhindern. Ein Kardinalfehler in den Augen der Clique. Während von Leibnitz in den kommenden Tagen und Wochen unbemerkt vom Lehrerpersonal von Bogatsch und Dyrbusch gequält und gefoltert wird, bringt Stürmer zu spät den Mut auf, die Sache zu melden. Die aufgestaute Aggression bahnt sich einen fatalen Weg.
Die fehlende Positionierung führt zu mangelnder Weitsicht und Rücksichtnahme. Erschreckend daran ist, dass unsere Gesellschaft dies allzu häufig stillschweigend toleriert. Die stark entsättigten Farben und der harte Kontrast untermalen die kühle, unpersönliche Atmosphäre. Leichtes Hintergrundrauschen stört in manchen Szenen die Bildruhe. In Bewegungen kommt es zu deutlichen Nachzieheffekten. Leider wurde das Ausgangsmaterial nicht von Dropouts und Flecken (Kapitel vier) befreit. Einzig die gute Schärfe kann überzeugen. Die Stimmen klingen klar und präsent. Räumlichkeit entsteht meist nur durch die Musik, wie in der Discoszene aus Kapitel drei. Dafür kommen feinere Geräusche wie das Quietschen von Schuhsohlen oder das Tröpfeln von Wasser in einer Ruine schön zur Geltung. Neben einem Kurzfilm des Regisseurs gibt’s noch den Kinotrailer, Trailer vier weiterer DVD-Titel und ein Booklet als Extras.
deutsch in Dolby Digital 2.0
Nach dem Mord an ihren Familien fliehen die Bielski-Brüder vor den Nazis in die dichten Wälder. Im Laufe der Zeit finden immer mehr jüdische Flüchtlinge zu ihnen.
Während Tuvia als Anführer der Gruppe auf Disziplin, Moral und Diplomatie setzt, wendet sich sein rachsüchtiger Bruder Zus ab und schließt sich weißrussischen Partisanen an. Die Situation spitzt sich zu, als Nazis das Lager entdecken und bombardieren.
Regisseur Zwick ("Blood Diamond") zeigt, wie schmal der Grat zwischen einer zivilisierten Gesellschaft und dem Verlust von Moral und Menschenwürde aufgrund anhaltender Lebensgefahr ist.
Während Liev Schreiber derzeit im Kino in Ang Lees "Taking Woodstock" mit Stöckelschuhen und Nagellack als Transvestit eine gute Figur macht, überzeugt er hier als schießwütiger Macho mit traditionellen Familienwerten. "Bond"-Darsteller Daniel Craig dagegen portraitiert den prinzipientreuen, pragmatisch und rational vorgehenden Tuvia, der sich seine Menschlichkeit bis zuletzt bewahren will. Das nahezu rauschfreie Bild wartet mit einer eindrucksvollen Schärfe auf, die selbst feine Details wie Bartstoppeln oder Nähte der Kostüme klar darstellt. Das Bild wirkt dadurch sehr plastisch und tief. Die Farbpalette von Kostümen und Kulissen wird von matten Erdtönen bestimmt. In Bewegungen sind lediglich minimale Nachzieheffekte sind zu erkennen. Die Stimmen kommen klar zur Geltung, wirken allerdings etwas gepresst. Effekte sind sorgfältig platziert und setzen mit wuchtigen Einsätzen wirkungsvolle Akzente. In Kapitel fünf zischen während des Feuergefechts die Kugeln scheinbar durchs eigene Wohnzimmer. In Kapitel 21 donnern die Flugzeuge über die Köpfe des Auditoriums hinweg. Die Bombenexplosionen und der Einschlag der Granaten in Kapitel 24 gehen mit mächtigem Getöse einher. Feineren Geräuschen widmet die Tonspur allerdings wenig Aufmerksamkeit. Die Extras bestehen aus einem Audio-Kommentar des Regisseurs und einem Making Of.
Sechs Bände mit Kurzgeschichten umfasst das "Buch des Blutes". Mehr als 20 Jahre später erscheint nun die Verfilmung der Rahmenhandlung. Zusammen mit dem Studenten Simon will die Professorin und Buchautorin Mary, die vom Übernatürlichen fasziniert ist, den Geheimnissen eines Hauses nachgehen. Dort sollen mehrere Personen unter ungeklärten Umständen eines grausamen Todes gestorben sein. Erste Anzeichen sprechen für die Anwesenheit von Geistern.
Die Toten verstehen jedoch keinen Spaß. Bevor die Geisterjäger das Haus wieder verlassen, beweisen sie Simon und Mary, dass sich an diesem Ort eine Kreuzung befindet, die den Toten den Weg ins Reich der Lebenden ermöglicht. Und sie nutzen Simons Körper, um ihre Geschichten zu erzählen.
Aber taugt eine 25-seitige Kurzgeschichte für einen abendfüllenden Spielfilm? In diesem Fall leider nicht. Der Meister scheint gezähmt. Der Film ist bei weitem nicht so radikal wie Barkers Werke der 80er Jahre. Die Darsteller agieren steif. Gruselatmosphäre will sich trotz stimmungsvoller Bilder nicht recht einstellen. Übrig bleibt eher ein etwas blutig geratenes, mitunter langatmiges Drama, das zwar nahe an der literarischen Vorlage bleibt, deren Wirkung es aber nicht gerecht werden kann. Das Bild überzeugt durch seine Rauscharmut und vorzügliche Schärfe, die feinste Details in den Kulissen plastisch darstellt. Die Farben sind jedoch stark entsättigt, sodass in vielen dunklen Szenen kaum ein Unterschied zwischen den grauen Mauern und dem Teint der Darsteller erkennbar wird. Der Kontrast ist auch nicht sonderlich hoch. Häufig wirken die Bilder daher etwas milchig. Ein Tontest ist nicht möglich, da die Presse-DVD lediglich über eine Mono-Tonspur verfügt. Eine Bewertung der Extras ist ebenfalls nicht möglich, da die Presse-DVD über keine Extras verfügt. Laut Herstellerangabe soll ein Making Of enthalten sein.
deutsch und englisch in Dolby Digital 5.1, deutsch in DTS 5.1
Doch bevor das geschieht, geht es in den letzten 26 Folgen noch einmal aufregend zur Sache: Dorothy will unbedingt bei „Jeopardy“ als Kandidatin gewinnen, Sophia klaut den Ring des Papstes und Blanche und Dorothy werden in einer Fernsehsendung als Lesbenpärchen präsentiert. Rose erleidet dagegen einen Herzanfall und macht allen wieder einmal bewusst, wie wertvoll der Zusammenhalt und die Familie sind.
Ein Konzept, das voll aufging, denn bereits kurz nach dem Serienstart war das Quartett aus Miami die absolute Nummer Eins der Fernsehcharts. Es folgten unglaubliche 34 Golden Globes und weitere 79 Nominierungen. Zudem gewannen alle vier Darstellerinnen im Jahre 1989 den begehrten "Fernseh-Oscar". Und auch in Deutschland sahnten die Mädels kräftig ab: Beatrice Arthur, die Ende April leider verstarb, erhielt 1992 den Bambi verliehen.
Die siebte Staffel ist eine schöne Erinnerung an vier wunderbare Darstellerinnen, wie sie es in dieser Kombination trotz moderner Nachahmer wie "Sex & The City" wohl nicht mehr geben wird. Erneut haben sich die Kostümbildner und Ausstatter der ganzen Farbpalette bedient. Die Farben wirken allerdings in manchen Episoden blass oder stumpf. Der Kontrast ist nach wie vor nicht sonderlich hoch und auch die dezente Schärfe schmeichelt den Gesichtern der Darstellerinnen wie in den Staffeln zuvor. Das Videomaterial ist aber nach wie vor angenehm rauscharm und nahezu fehlerfrei. Die Stimmen klingen klar. Davon abgesehen hat die Tonspur nicht viel zu bieten. Geräusche kommen kaum zur Geltung. Das Original ist detailreicher und wirkt dadurch lebendiger. Warum das Original auf Disc 1 einen Dolby Surround-Mix verpasst bekam (oder besser: warum dies auf den Discs 2 und 3 nicht der Fall ist) ist ein Rätsel. Die erzielte Räumlichkeit ist durch die voluminösere Musik und das verteilte Gelächter jedenfalls deutlich größer als in den Mono-Varianten. Nachdem Estelle Getty leider bereits verstorben war, blicken die zu diesem Zeitpunkt verbliebenen drei Darstellerinnen in einer melancholischen Viertelstunde noch einmal auf sieben Jahre „Golden Girls“ zurück und erinnern sich an manch magischen Moment.
Disc 1: englisch - 2.0 Dolby Surround, deutsch Dolby Digital 2.0 Mono Discs 2 und 3: deutsch und englisch Dolby Digital 2.0 Mono
Bericht: Clint Metzger Bilder: (c) Buena Vista Home Entertainment, Inc. and Touchstone Television
Doch die vermeintlichen Befreier, ein Trupp aus Bauern und hierarchielosen Kämpfern, feiern nicht nur die Eroberung Berlins. Sie lassen ihrer Wut über die deutschen Kriegsverbrechen freien Lauf und vergewaltigen die Frauen. Unter ihnen auch eine Journalistin, die einst in Moskau und Paris gelebt und gearbeitet hat.
Doch als einige der Ehemänner aus der Gefangenschaft zurückkehren und die neu entstandene (Zweck-) Beziehungen nach der offiziellen Kapitulation Deutschlands beide Seiten vor offene Fragen stellen, stehen die Frauen und Männer vor neuen existenziellen Problemen. Ein lange verschwiegenes und heute noch hochaktuelles Thema, einfühlsam, nuancenreich und dennoch wuchtig in Szene gesetzt. Bezeichnend und nachdenklich stimmend, dass die Zeit dafür erst rund 50 Jahre nach dem ersten Erscheinen der Tagebuchaufzeichnungen der Journalistin reif gewesen zu sein scheint.
Das rauscharme Bild weist lediglich in Bewegungen deutliche Nachzieheffekte auf. Die Stimmen klingen sehr präsent, offen und klar. Feine Töne wie das Bröckeln von Gestein nach einer Explosion kommen ebenso zur Geltung wie dynamische Effekte, die sauber auf alle Kanäle verteilt sind und ein Höchstmaß an Räumlichkeit erschaffen. Im ersten Kapitel zuckt man unwillkürlich zusammen, wenn die Ruhe einer Szene von dem wuchtigen Lärm einer Detonation und dem Rattern von Schüssen unterbrochen wird. In Kapitel zwei peitschen die Schüsse scheinbar kreuz und quer durch das Heimkino. Wenn die Kapitulation in Kapitel 14 bekannt gegeben wird und die Russen feiern, sind aus deren Chor deutlich einzelne Stimmen im Rückraum herauszuhören. Und in Kapitel 21 galoppiert ein Pferd unüberhörbar von hinten rechts nach vorn am Auditorium vorbei. Ein packender Ton, der die leise Dramatik des Films aber nicht überdeckt. Die Extras in Form eines kurzen Making Ofs und den Statements dreier Darsteller, des Regisseurs und des Produzenten sind etwas mager geraten. Dank der informativen Inhalte und auf den Punkt gebrachten Aussagen der Beteiligten erfährt man allerdings in der kurzen Zeit erstaunlich viel. Damit geraten die Beiträge weitaus wertvoller als die sonst übliche, nichtssagende Lobhudelei à la Hollywood. Filmografien der Darsteller auf Texttafeln und im Booklet und Trailer fünf weiterer DVD-Titel ergänzen das Bonusmaterial.
deutsch in DTS 5.1 und in Dolby Digital 5.1
Nachdem die Menschen den Planeten Erde vollends verschmutzt und zugemüllt haben, schweben die Nachkommen in einem Raumschiff durchs All. Roboter und die Wunder der Technik machen jede Arbeit oder körperliche Anstrengung überflüssig. Die zu Fettklopsen mutierten Zweibeiner warten eigentlich seit Jahrhunderten nur darauf, dass die Erde sich irgendwann wieder erholt und erneut besiedelt werden kann. In der Zwischenzeit räumt der kleine Roboter 'WALL·E' seit Jahrhunderten den Müll beiseite und entwickelt Eigenschaften, von denen der berühmteste Maschinenmensch der Filmgeschichte, Data aus dem "Star Trek"-Universum, immer nur träumen kann: romantische Gefühle.
Während EVE sich mit der Pflanze auf den Weg zurück zu den Menschen macht, folgt ihr der liebestolle 'WALL·E' bis zum Zufluchtsort der Menschen im All und stürzt dort mit seinen Aktionen die Roboter- und Menschenwelt in ein turbulentes Chaos. Über die technische Seite des Films muss man keine großen Worte verlieren. Mit jeder neuen Produktion setzen die Pixar-Studios neue Maßstäbe in Sachen Perfektion und fotorealistischer Abbildung. Was sie aber noch immer besser als die wachsende Konkurrenz im Animationsbereich hinbekommen, ist die Mischung aus Charaktertiefe der Figuren, zahlreichen liebenswerten Details und einer tüchtigen Prise Humor, der von Slapstickeinlagen über feine Zwischentöne bis zu bissiger Gesellschaftskritik die ganze Bandbreite der Komik bedient. Dass diese Mischung stimmt, beweist der Film alleine schon aufgrund der Tatsache, dass er nahezu ohne Dialoge auskommt und seine universelle Botschaft anrührend, aber nie kitschig vermittelt. Pixar ist erneut ein ganz großer Filmspaß gelungen: lustig, temporeich und rührend zugleich.
Rauschen ist ein Fremdwort. Der Kontrast weist jede nur denkbare Nuance auf. Die Schärfe offenbart jedes noch so kleine animierte Detail wie die Fühler der Kakerlake oder feine Schweißnähte an den Robotern. Die Farbpalette wird von rostigen Rottönen bestimmt. Als Kontrast dazu leuchten die eisblauen Augen von EVE aus dem Display ihres Helms. Ein Film, der fast ohne Dialoge auskommt, muss seine Spannung und Dramatik durch die Musik und Geräuschkulisse erzeugen. Das gelingt hier wunderbar. Mit luftigen Klängen breitet sich die Musik im ganzen Raum aus. Eine Vielzahl feiner Geräusche, die vom Trippeln kleiner Insektenbeine bis zum metallischen Knarzen des Mülls oder Piepsen der Roboter reicht, erfüllt das Heimkino mit Leben. Die Effekte sind sauber auf die einzelnen Kanäle verteilt. Und auch an der Stimmenwiedergabe gibt’s nichts zu meckern. Die Extras der Special Edition sind erstklassig: Disc 1 bietet einen Audio-Kommentar des Regisseurs, zwei Kurzfilme, einen Hintergrundbericht zum Sounddesign sowie zwei zusätzliche Szenen mit optionaler Einführung des Regisseurs und Trailer drei weiterer Kino- und zwei weiterer DVD-Filme sowie eines Vergnügungsparks. Die Höchstwertung gibt es leider trotzdem nicht, da bei der Programmierung der Tonspuren ein Rückfall in alte Zeiten erfolgte: diese lassen sich nur umständlich über das Menü ändern. Disc 2 wartet mit einer Fülle von Zusatzmaterial auf: Herzstück ist eine umfangreiche Dokumentation in Spielfilmlänge über die Geschichte der Trickfilmschmiede Pixar. Dazu gibt’s zwei weitere zusätzliche Szenen mit optionaler Einführung des Regisseurs, Hintergrundberichte über das Design des Films, die Musik, die Entwicklung der menschlichen Figuren, der Roboter und der beiden Hauptfiguren sowie über die einzelnen Arbeitsschritte einer Filmeinstellung, einen Kurzfilm mit kleinen Episoden von 'WALL·E', Kurzportraits von 28 Robotertypen, ein interaktives Abenteuerbuch für die kleinen 'WALL·E'-Fans sowie fünf Werbespots der im Film genannten Firma BNL.
deutsch - Dolby Digital EX 5.1; englisch - Dolby Digital EX 5.1 türkisch - Dolby Digital EX 5.1
Jenseits der Altergrenze von 60 Jahren spielt sich meist nicht mehr viel ab - soweit ganz allgemein die gesellschaftliche Meinung. Änderungsschneiderin Inge lebt seit über 30 Jahren mit dem Lehrer Werner zusammen. Man hat sich nicht mehr viel zu sagen, denn man kennt sich in- und auswendig. Man arrangiert sich, akzeptiert die Schwächen und Fehler des anderen. Und was ist mit Sex? Im hohen Alter? Da reden wir mal lieber nicht drüber.
Sie beginnt eine Affäre mit ihm. Die beiden haben Spaß im und außerhalb des Betts. Doch Inge kann ihre Gewissensbisse nicht länger unterdrücken und beichtet Werner das Verhältnis. Damit beschwört sie eine Tragödie herauf.
Altersflecken und Falten passen nicht in unser, von den Medien geprägtes Weltbild von Leidenschaft und Erotik. Aber es wäre nur angemessen, wenn dies künftig als ganz selbstverständlich akzeptiert würde. Für ihre Rolle bekam Ursula Werner zu Recht den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin. Das Bild entspricht dem Doku-Stil des Films. Einzig die gute Schärfe kann überzeugen. Den blassen Farben fehlt die Frische. Der Kontrast ist hart, sodass Licht überstrahlt und schwarze Flächen kaum Feinheiten aufweisen. Besonders in dunklen Szenen stört starkes Rauschen die Bildruhe. Das Kammerspiel kommt mit unauffälligem und dezentem Ton daher, der sich meist auf die Frontlautsprecher konzentriert. Nur selten erwachen die Surround-Kanäle zum Leben, wenn zum Beispiel in Kapitel fünf der Lärm eines Radrennens das Heimkino erfüllt. Die Extras fallen spärlich aus. Neben einer Hörfilmfassung für Sehbehinderte gibt’s leider nur einen Audio-Kommentar des Regisseurs. Dieser fällt allerdings zum Glück sehr informativ aus.
deutsch - Dolby Digital 5.1 französisch - Dolby Digital 2.0
Stephen und Danny sind das perfekte Paar. Aussehen, Klamotten, Wohnung - hier ist einfach alles super. Sie können zwar nicht kochen, dafür jedoch mit Waffen umgehen, denn sie stehen im Dienst des Mafioso Patrizzi. Der wiederum ist mit seinen beiden Söhnen todunglücklich, weil diese lieber den Kochlöffel oder die Schneiderschere schwingen, als eine Kanone.
Probleme gibt's als sich Stephens Eltern zu einem Überraschungsbesuch aufmachen, denn sie wissen zwar, dass ihr Sohn schwul ist, leben aber in dem Glauben, er verdiene seine Brötchen mit einem Partyservice.
Es gilt also den Schein zu wahren und die Geburtstagsparty für den Vater auszurichten. Dafür nehmen Stephens sizilianischen Freunde sogar Unterricht, wie man sich als Schwuler verhält. Doch trotz bester Vorbereitung nimmt die Party einen unerwartet chaotischen Verlauf.
Und das gelingt zum Glück ohne allzu große Hysterie. Harmonisches Bild mit klaren Farbtönen, einem guten Kontrast, der auch den schwarzen Anzügen der Mafiosi deutliche Abstufungen verleiht und einer schönen Schärfe, die in Nahaufnahmen jedes Detail in den Gesichtern der schnuckeligen Darsteller abbilden. Leider stört leichtes Flächenrauschen die Bildruhe. Zudem sind Dropouts und starke Nachzieheffekte in Bewegungen nicht zu übersehen. Die Stimmen tönen klar, wenngleich ein wenig gedämpft. Umgebungsgeräusche wie Vogelzwitschern und die luftige Musik lockern das Klangbild immer wieder auf. Am Bonusmaterial wurde gespart: Mit Ausnahme eines sehenswerten Kurzfilms gibt’s nur noch vier Trailer weiterer DVD-Titel.
englisch - Dolby Digital 2.0 Stereo
Auch in den 26 Episoden der 6.Staffel ändert sich im Vergleich zu früher nicht viel: Blanches größte Sorge gilt ihrem Luxuskörper und welchen Mann sie damit als nächstes beglücken kann.
Dorothy steht dagegen kurz davor, ihren Ex-Mann Stanley ein zweites Mal zu heiraten. Rose trifft zufällig auf ihren leiblichen Vater - einen Mönch. Und Sophia droht eine Haftstrafe, weil sie der Brandstiftung im Altenheim bezichtigt wird. Obwohl alles beim Alten bleibt, ist es trotzdem erstaunlich, dass den Autoren nach wie vor unterhaltsame Geschichten einfallen, in denen sie ernste Themen wie den Umgang mit behinderten Menschen, den eigenen Vorurteilen oder den Respekt vor dem Lebenswillen älterer Menschen mit einer gelungenen Kombination aus Wortwitz und nötigem Ernst behandeln. Das macht die Serie zu einem Klassiker, der auch nach fast 20 Jahren aktuell bleibt und alles andere als langweilt. Die Bildqualität hat sich nicht verändert: Nach wie vor glänzt das Bild weniger durch Kontrastreichtum oder Schärfe, als durch die Rauscharmut und die saubere Darstellung der kräftigen Farben wie auch der zarten Pastelltöne, welche die Kostüme der vier Damen zu weiteren Hauptdarstellern machen. Das Original wartet diesmal mit Stereoton auf. Mit Ausnahme der Musik und des eingespielten Gelächters ist aus den Seitenlautsprechern jedoch kein Ton zu hören. Feine Geräusche kommen im Original deutlich besser zur Geltung. In der deutschen Fassung geht manches davon leider sogar völlig unter. Die Stimmen tönen in beiden Fassungen klar. Als Extra gibt es diesmal den Ausschnitt einer Interviewrunde mit zwei Darstellerinnen sowie weiteren Stabmitgliedern der Serie. Leider fällt der Ausschnitt etwas kurz aus. Von der netten Plauderrunde hätte es gern mehr sein dürfen.
deutsch - Dolby Digital 2.0 Mono Englisch – Dolby Digital 2.0 Stereo
Horrorfilme waren stets von sexuellen Tönen geprägt - und die waren bislang immer heterosexueller Art. Das Grauen hatte viele Ursachen: Der Verlust der Unschuld ("Halloween"), die eigene Aufopferung in der bedingungslosen Hingabe ("Dracula") oder schlicht die Angst vor dem Unbekannten ("Alien"). Aber in diese Bilder urmenschlicher Ängste passten Schwule bislang nicht hinein.
Es ist Halloween. Die Straßen und Clubs der Stadt sind von schillernd kostümierten Gestalten bevölkert. Unter diesen befindet sich auch ein Muskelmann mit Sichel und mörderischen Absichten. Polizist Eddie und seine drei Freunde halten dagegen im Getümmel nach dem Mann des Lebens oder einem schnellen Date Ausschau. Während des Abends verlieren dann tatsächlich einige von ihnen den Kopf - allerdings nicht aus Verzückung.
Und als echter Brüller der DVD entpuppt sich der Bonus-Kurzfilm: Der handelt von einem Zombie, der mit seinem Schwulsein Probleme hat. Leider ist die Bildqualität kein Highlight: Die Farben sind klar, machen aber einen matten Eindruck. Flächenrauschen ist in fast jeder Szene zu erkennen. Die Sichel des Mörders mag scharf sein, das Bild ist es leider nicht. Dem Kontrast fehlen die Feinheiten. Auch wenn dunkle Szenen nicht absumpfen, so wirken die Tageslichtaufnahmen stumpf und trübe. Die Musik sorgt immer wieder für eine dezente Öffnung des Raums. Ansonsten konzentriert sich der unspektakuläre Ton auf die Frontboxen. Die Stimmen tönen etwas dumpf. In einigen Szenen fallen die künstlich nachgestellten Geräusche zu deutlich auf. Einziges echtes Bonusmaterial ist ein Kurzfilm. Daneben gibt’s nur einen US-Trailer, einen Hinweis auf eine fehlerhafte Filmszene, direkte Anwahl der fünf Tötungsszenen und Trailer drei weiterer DVD-Titel.
Die Optik jedoch ist ungewöhnlich und erinnert an expressionistische Gruselfilme der deutschen Filmära in den 20er Jahren. Ein Mann ohne Erinnerung wacht verdreckt in einer tief gelegenen Höhle auf. Er sucht sich seinen Weg durch das Labyrinth, stößt auf zerstörte Laboratorien, unheimliche Kreaturen und ein gigantisches Wurzelwerk. Langsam kehrt die Erinnerung zurück:
Um die Sache zu vertuschen, sollten Wächter die unterirdischen Laboratorien "säubern" - unter ihnen auch der Mann, der sich nun seinen Weg wieder nach oben bahnt und der immun gegen das Gift zu sein scheint. Dialoge spielen keine große Rolle. Sie werden nur spärlich eingesetzt, damit der Zuschauer nicht gänzlich den Faden verliert, während er damit beschäftigt ist, die Puzzleteilchen zusammenzusetzen, die Regisseur Vestiel ihm anbietet. Dieser setzt voll und ganz auf die Macht seiner ungewöhnlichen Bilder und der effektvollen Tonkulisse. Vestiel gelang eine 90 Minuten lange Geisterbahnfahrt mit Videospielcharakter, die visuell beeindruckt und nachwirkt.
Dank des guten Kontrasts sumpfen die meist dunklen Aufnahmen nie ab. Die Schärfe ist hervorragend. Da erkennt man jede Bartstoppel und selbst die Fasern eines aus Seilen geflochtenen Netzes. Rauschen ist kaum sichtbar. Lediglich wenn Nebel im Hintergrund durch das Bild wabert, sind "Moskito"-Effekte zu beobachten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie eindrucksvoll die Tonkulisse vieler kleiner Filme gerät. Tatsächlich machen die Dialoge den kleinsten Teil des Tons aus. Hier sorgen vielmehr die unheimliche Musik, feine Geräusche und sauber verteilte Effekte für Gänsehaut. Im ersten Kapitel ertönen Stimmen aus allen Richtungen. Im zweiten Kapitel vernimmt man einen Luftzug, der scheinbar durch das eigene Wohnzimmer weht. In Kapitel vier kann man genau den Stimmen der Wachen folgen, die von vorne nach hinten links vorbeizulaufen scheinen. Faszinierend auch die Fülle feiner Geräusche wie das Tropfen von Wasser in der Höhle. Eine fein ausbalancierte Klangkulisse mit kräftigen Effekten und subtilen Tönen. Da gibt's nichts auszusetzen. Die Film-Disc verfügt über einen Audio-Kommentar des Regisseurs, der allerdings nicht so spannend ausfällt, wie der Film selbst. Die Bonus-Disc wartet dagegen mit aussagekräftigen Extras auf: Das Making Of besteht aus Aufnahmen der Dreharbeiten, die von kurzen, aber prägnanten Kommentaren aus dem Off ergänzt werden. In einem ausführlichen Interview nehmen Regisseur und Produzent Stellung zu fast allen wichtigen Aspekten der Dreharbeiten, welche unter anderem die Entstehung der Geschichte aus biblischen Motiven oder moralische Fragen zur Notwendigkeit des technischen Fortschritts beinhalten. Daneben gibt es noch ein weiteres Interview mit den beiden Hauptdarstellern und dem Produzenten sowie 11 Teaser und ein im Manga-Comic-Stil gestaltetes Booklet.
deutsch - Dolby Digital 5.1; deutsch - DTS 5.1 englisch - Dolby Digital 5.1
Gerade diese Gleichgültigkeit nimmt er zum Anlass, um anhand der Begriffe "Disziplin" und "Gemeinschaft" ein Experiment zu starten, mit dem er seinen Schülern das Entstehen und die Wirkung einer Diktatur begreiflich machen will. Selbst vorher phlegmatische Schüler sind plötzlich Feuer und Flamme. Eine Begeisterung greift um sich, die nicht nur den Lehrer fasziniert, sondern eine gefährliche Eigendynamik entwickelt und schließlich dazu führt, dass das Experiment außer Kontrolle gerät.
Dass sich in diesem Prozess selbst der Pädagoge kurzfristig selbst verliert und die Dinge einen tragischen Ausgang nehmen, ist nur folgerichtig und steht den sonst in Hollywood üblichen Happy Ends angenehm ehrlich entgegen. Dank geringen Rauschens wirkt das Bild sehr ruhig. Aufgrund des groben Kontrasts und der kräftigen, aber stumpfen Farben strahlen die Bilder eine unterschwellig triste Atmosphäre aus. Die Schärfe könnte besser sein. Konturen zeichnen sich meist nicht deutlich ab. Die Tontechniker haben ganze Arbeit geleistet. Selten offenbart ein Drama eine derart offene und lebendige Klangkulisse.
In Kapitel 12 ertönt das Rattern der U-Bahn derart authentisch aus den Boxen, dass man sich neben den Darstellern in der Unterführung wähnt. In Kapitel sechs klingt das Trampeln der Schüler derart wuchtig, dass man schon fürchtet, die Decke würde gleich einstürzen. Aber auch feine Töne gehen nicht unter. Die Atmosphäre im Klassenzimmer in Kapitel drei wirkt dank zahlreicher, deutlich voneinander unterscheidbarer Geräusche ungemein vielschichtig. Die Stimmen klingen wunderbar offen und klar. Die Extras stellen letztlich nur Appetithappen dar: Neben einer Audio-Deskription für Sehbehinderte gibt’s einen Audio-Kommentar des Regisseurs, des Hauptdarstellers, des Co-Autoren und einer Produzentin, in dem die Beteiligten leider zu oft durcheinander sprechen und sich häufig eher über belanglose Aspekte unterhalten. Das kurze Making Of und das kommentierte Videotagebuch des Regisseurs liefern lediglich einen oberflächlichen Eindruck von den Dreharbeiten. Die Filmografien der Darsteller auf Texttafeln und im Booklet, Teaser, Kinotrailer, Trailer sieben weiterer DVD-Titel sind der Rede nicht wert. Die auf 15.000 Exemplare limitierte Premium Edition soll dagegen mit der Soundtrack-CD und zusätzlichen oder erweiterten Extras bestückt sein.
deutsch - Dolby Digital 5.1 deutsch - DTS 5.1